Deutsch-Russischer Rohstoffdialog an der Saar - Experten diskutieren über die Herausforderungen der weltweiten Rohstoffversorgung

14.06.2018

(Pressemitteilung der Stahl-Holding-Saar (SHS), Europa-Institut/Universität des Saarlandes)

Am 14. und 15. Juni lädt die SHS – Stahl-Holding-Saar (SHS) in Kooperation mit dem Europa-Institut/Universität des Saarlandes zahlreiche Geschäftspartner und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zu einem „Deutsch-Russischen Rohstoffdialog an der Saar“ ein. Veranstaltungsort ist die Gebläsehalle im Weltkulturerbe Völklinger Hütte. „Russland ist Deutschlands größter Rohstoff­lieferant und spielt auch für die Rohstoffversorgung der beiden großen saarländischen Stahlunternehmen eine zunehmend wichtige Rolle“ erklärt Dr. Michael Müller, Vorsitzender der Geschäfts­führung der SHS, in seiner Eröffnungsrede. „Ost-Europa stellt für uns sowohl in der Versorgung als auch im Vertrieb unserer Produkte einen bedeutenden Markt dar, auf dem wir weiter wachsen wollen“, so Müller weiter.

Im Zentrum der Diskussionen und Vorträge der Konferenz stehen die Herausforde­rungen und zukünftigen Entwicklungen der Rohstoffversorgung in Deutschland und weltweit – nicht zuletzt auch unter dem Aspekt der laufenden und kommenden technologischen Transformationsprozesse. Gegenstand ist dabei auch die Bedeutung Russlands als größter Steinkohle-Lieferant Deutschlands, als Land mit den weltgrößten Erdgasreserven und mit einem Anteil von einem Fünftel der weltweiten Reserven an Seltenen Erden. 

In ihrer Rede unterstrich die Saarländische Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, Anke Rehlinger, „Der freie und faire Zugang zu den Grundstoffressourcen ist elementar für die Stahlindustrie. Ein Industrieland wie Deutschland muss fortlaufend strategische Vorsorge für die eigene Rohstoff­versorgung der Zukunft treffen und im Sinne der gebotenen Planungssicherheit möglichst langfristigen Lieferbeziehungen den Weg bahnen. Hierzu ist es unverzichtbar, mit starken und verlässlichen Partnern zusammenzuarbeiten. Diesbezüglich hat das Deutsch-Russische Rohstoffforum echte Maßstäbe gesetzt. Die heutige Veranstaltung wird sicherlich wertvolle Impulse senden für einen verstärkten Dialog zwischen unserer heimischen Industrie, der hiesigen Verwaltung und den entsprechenden Geschäftspartnern auf russischer Seite.“

Unter den Gastrednern und auf dem Podium vertreten sind neben der stellv. Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin des Saarlandes, Anke Rehlinger, viele weitere namhafte Gäste: Stephan Toscani, Landtagspräsident des Saarlandes, Wladimir Sedykh, Generalkonsul der Russischen Föderation in Bonn, Prof. Dr. Klaus Töpfer, Bundesumweltminister a. D. und Deutscher Schirmherr des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums, Prof. Dr. Wladimir Litwinenko, Rektor der Bergbau-Universität St. Petersburg und Russischer Schirmherr des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums, Edmund Stoiber, Bayrischer Ministerpräsident a. D., Prof. Dr. Horst Teltschik, Berater von Bundeskanzler Helmut Kohl, Prof. Dr. Marc Bungenberg, Direktor des Europa-Instituts/Universität des Saarlandes und Dr. Volker Steinbach, Vize-Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, u. a.

 „Es werden immer größere Anforderungen an Transparenz  und Sozialverträ­glichkeit der Wirtschafts- und Handelsbeziehungen gestellt – diese Entwicklung werden wir beleuchten“, so Prof. Dr. Marc Bungenberg, Direktor des Europa-Instituts.

Für die beiden großen Stahlunternehmen an der Saar ist Russland der bedeutendste Lieferant an Einblaskohle und somit bereits ein wichtiger Rohstoffpartner, neben klassischen Rohstofflieferanten wie Brasilien, Australien, Kanada u. a. „Wir wollen die bereits sehr guten Beziehungen mit unseren russischen Rohstofflieferanten festigen und den partnerschaftlichen Dialog vertiefen“, unterstreicht Hans-Joachim Welsch, Geschäftsführer der ROGESA Roheisengesellschaft Saar (ROGESA) und Zentralkokerei Saar (ZKS), und Vorsitzender des Ausschusses für Rohstoffpolitik des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, in seinem Vortrag. „Dazu trägt auch die Konferenz und die Möglichkeit zum direkten Austausch unter Experten einen wichtigen Teil bei“.

In dem zweitägigen Programm wird den Gästen auch die Möglichkeit geboten, die Anlagen der AG der Dillinger Hüttenwerke, der Saarstahl AG sowie von ROGESA und ZKS – beide letztere sind Tochtergesellschaften von Dillinger und Saarstahl im Bereich Roheisen- und Kokserzeugung - zu besichtigen und sich direkt vor Ort von der Performance der Saarländischen Stahlindustrie als internationale Premiumher­steller zu überzeugen.

Über die SHS - Stahl-Holding-Saar:

Die SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA (SHS), gegründet 2001, ist die Führungsholding der beiden großen saarländischen Stahlunternehmen. Dillinger ist weltweit führender Hersteller von Grobblechen aus Stahl für den Stahlbau, Maschinenbau, Offshore-, Offshore-Windkraft- und Linepipebereich. Saarstahl ist weltweit führender Hersteller von Draht und Stab für die Automobilindustrie, die Bauindustrie und den Allgemeinen Maschinenbau. Unter dem Dach der SHS arbeiten rund 14.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die einen Umsatz von insgesamt rund 4,5 Milliarden Euro erwirtschaften.

Über das Europa-Institut

Prof. Dr. Marc Bungenberg ist Professor für Öffentliches Recht, Völkerrecht und Europarecht an der Universität des Saarlandes und zusammen mit Prof. Dr. Thomas Giegerich Direktor des Europa-Instituts. Das Europa-Institut der Universität des Saarlandes wurde 1951 gegründet und steht seit mehr als sechs Jahrzehnten für exzellente Forschung und Ausbildung im Bereich des europäischen und internationalen Rechts. Im Masterprogramm des Europa-Instituts unterrichten hochqualifizierte Spezialisten aus Wissenschaft und Wirtschaft Studierende aus aller Welt. Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei das internationale Wirtschaftsrecht mit dem Investitionsschutz und Rohstoffrecht.

Ansprechpartner:

Ansprechpartnerin SHS:
Ute Engel, Tel.: 06831/47-3011, E-Mail: ute.engel@stahl-holding-saar.de

Ansprechpartnerin Europa-Institut:
Julia Legleitner, Tel.: 0681/302-3653; E-Mail: llm@europainstitut.de